Stiftung hilft bei Kinderbetreuung im Frauenhaus

Fritz Schäfer, Vorsitzender des Stiftungsvorstandes, und Geschäftsführerin Sina Dornbach (rechts) übergeben eine Spende über 3000 Euro an Tanja Göldner, Leiterin des Ökumenischen Frauenhauses Pforzheim (Zweite von links) und Anna Mormino, die für den Kinderbereich zuständig ist. Foto: Privat

Pforzheim. Geburtstag feiern, auf den Spielplatz gehen, Freunde einladen, Ausflüge machen – das sind ganz normale und alltägliche Aktivitäten von Kindern und Jugendlichen. Was aber, wenn der Alltag alles andere als normal ist?

Vor dieser Herausforderung stehen die Bewohnerinnen des Ökumenischen Frauenhauses Pforzheim jeden Tag aufs Neue: Selbst in Not und aus einem Umfeld voller körperlicher und seelischer Gewalt geflohen, finden sie im Frauenhaus Sicherheit und einen Wohnort auf Zeit – das gilt auch für die Kinder und Jugendlichen, die gemeinsam mit ihren Müttern dort leben. Wer aber hilft den oft traumatisierten und überforderten Bewohnerinnen bei der Betreuung und bei der Organisation eines kindgerechten Alltags?

In diesen speziellen Notsituationen, die ein Höchstmaß an Vertraulichkeit, Verschwiegenheit und Fingerspitzengefühl erfordern, muss alles geplant, durchdacht und professionell organisiert sein. Zwar sorgt die Stadt Pforzheim gemeinsam mit der Diakonie und der Katholischen Kirche für den Betrieb der Einrichtung und die Versorgung der Frauen. Für die Betreuung und Gestaltung eines normalen Alltages der Kinder werden jedoch dringend finanzielle Mittel benötigt. Bestehende Förderungen und ehrenamtliche Hilfestellungen – wie auch die Weihnachtsaktion von „Menschen in Not“ – ermöglichen die Ausstattung mit Spiel- und Lernräumen sowie ein erlebnispädagogisches Angebot, können den Bedarf aber nur teilweise und befristet decken. Um das Programm nachhaltig anbieten zu können, sind weitere Mittel und Unterstützer wichtig.

„Deshalb hilft die Erste Bürgerstiftung mit, das bestehende Angebot auch in den kommenden Jahren zu ermöglichen“, erläutert Fritz Schäfer, Vorsitzender des Stiftungsvorstandes. „Mit unserem Beitrag unterstützen wir den Erhalt und Ausbau des pädagogischen Programms und der Freizeitgestaltung und hoffen, dass sich auch andere für dieses wichtige Projekt begeistern.“ Das Stiftungskuratorium hatte ieinen dreijährigen Förderrahmen bewilligt. Im laufenden Jahr erhält das Frauenhaus daraus einen Zuschuss von 3000 Euro. pm